Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

Jage nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen. 2. Timotheus 2,22

    

Wenn ich mit meinen Christenlehrekindern über die zehn Gebote gesprochen habe, dann habe ich oft den Einstieg mit Verkehrsregeln gewählt. Wofür gibt es eine Ampel? Warum haben sich Menschen diese Regeln ausgedacht? Warum müssen Menschen an Regeln auch bildlich vor Augen erinnert werden? Da gibt es nur eine Antwort: Damit das Leben funktioniert und sich jede/r sicher und wohl fühlt. Genauso war es schon bei Mose, als er mit den Gesetzestafeln vom Berg Sinai kam. Diese Gebote sind wohl als Grundlage in die Gesetzestexte unserer Zeit eingegangen, auch wenn sich nicht immer alle daran halten.

Der Prophet Micha umschreibt in unserer heutigen Losung den tieferen Sinn von Regeln, wenn er vom „Halten des Wortes Gottes“, von „Liebe üben“ und von „demütig sein“ spricht. Das heißt nichts anderes, als dass wir uns für das Recht für jeder-„mann/frau“ einsetzen, dass wir erkennen, dass jeder Mensch gleich viel wert ist und dass keiner von uns mehr Liebe verdient als ein anderer. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst…!“ sagt Jesus. Begegne anderen so, wie du es auch für dich erwartest. „Jage der Gerechtigkeit, der Liebe und dem Frieden nach…!“ Gerade in Krisenzeiten wie diesen kann uns das Liebesgebot helfen, dass wir stärker aufeinander achten und uns nicht hinter irgendwelchen Parolen oder Verschwörungstheorien in die Irre führen lassen.

Übrigens begegnet uns in diesen Tagen die Ampel mit ihren alarmierenden Farben wieder ganz neu. Die Corona-Ampel zeigt uns das Risiko an und somit, welche persönlichen Vorsichtsmaßnahmen aktuell besonders wichtig sind. Zum Schutz für mich und meinen Nächsten. Gelb bzw. orange warnen uns achtsam zu sein, bei Rot ist Einhalt geboten und das Grün zeigt uns hoffnungsvoll, dass das Leben weitergeht.

Einen gesegneten Sonntag,

Ihr Pfarrer Martin Krautwurst.   

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